Wer bin ich?

Gibt es den geneigten Leser, der über meine Person erfahren will? Auch diese Frage will ich mit einem klaren „mir doch egal“ beantworten. Das hier ist schließlich ein Blog.

Im Januar 2011 begann meine Taiji Quan Reise. Mit der Suche nach einem Fitness Studio. Man wird nicht jünger und wenn man irgendwann merkt, dass das Schuhezubinden früher auch mal besser ging, ist es Zeit. Also sah ich mich nach einer Möglichkeit um, mich zum Sport zu zwingen. Laufen kam wegen diverser Knieprobleme nicht in Frage, Mannschaftssport war mir zu wider, turnen gar zu bieder. Reim dich, oder ich fress dich. Ich hielt jedenfalls nach dem Naheliegendsten Ausschau: einem Fitness Studio.

Fazit der Suche: Billig ist schmutzig, Sauberkeit kostet ein Vermögen. Was also tun? Aus irgendeinem Grund kam mit Taiji in den Sinn. Hatte ich mal von gehört. Soll elegant sein. Und wirklich viel bewegen tut man sich auch nicht. Wenn’s dann noch was bringt muss es genau richtig für mich sein. Wie ich mich in den ersten Punkten irren sollte…

Schon die erste Stunde brachte mich zum Schwitzen, hinterließ aber eine begeisterten Eindruck. Nach nur wenigen Trainingseinheiten war mir klar, dass das hier kein Ponyhof. So sah ich mich genötigt, einmal nach dem Stehen stöhnend meinen Schmerz mit den Worten zu beurkunden : „Und ich wollte was machen, wo ich mich nicht so viel bewegen muss.“ Als Dank für diese Unflat fand ich den Satz später auf der Facebook Seite unseres Lehrers wieder. Zum Glück ohne Namensnennung.

Im Laufe eines Jahres habe ich die verschiedensten Komponenten des Wudang Pai kennen gelernt: Bagua Zhang, Baji Quan, Tai Yi, Qi Gong und natürlich Taiji Quan. Von Anfang an ging es mir im Grunde aber nur um die Taiji Quan Form, genauer der 36er. Auch wenn das ein kurzer Prozess war. Die anderen Formen habe ich lediglich für zwei bis drei Trainingseinheiten „angetestet“ und jedesmal festgestellt, dass sie ein wesentlich höheres Können voraussetzen als ich bis heute mitbringe. Nach der 36er schloss sich die 64er an, bei der ich noch ganz am Anfang stehe. Auch von der 36er will ich nicht behaupten, dass ich sie kann. Auch wenn ich sie praktisch blind laufe: Können im Taiji Quan bedeutet wesentlich mehr, als den Ablauf einer Bewegung nachahmen zu können. Darum keine Aufzählung was ich „kann“, sondern was ich übe:

  • Hui Chun Qi Gong
  • Bu Fa Gong (Schritte 1-6)
  • 5 Tiere
  • 13 Säulen
  • 36er Taiji Quan
  • 64er Taiji Quan
  • Tui Shou