Ji Ben Rad Gong

Zeit für einen neuen Beitrag aus der Reihe “Ji Ben Gong im Alltag”. Heute: Ji Ben Rad Gong oder die Pedalen streicheln. Wie man beim Radfahren Achtsamkeit übt.

Heute Abend habe ich zum Sonnenuntergang ein bisschen Hui Chun Qi Gong im Park gemacht. (Wen es interessiert: (Fast) immer sonntags abends im Park an der Inneren Kanalstr./ Vogelsangerstr. bei den Bänken an den Schrebergärten.) Auf dem Rückweg fiel mir beim Radfahren auf, wie ich ganz achtsam in die Pedale treten kann. Mal kein Kraft-Ji-Ben-Gong, sondern Achtsamkeits-Ji-Ben-Gong. Falls es sowas gibt.

Benötigt wird lediglich ein Fahrrad, bevorzugt mit Gangschaltung, und eine hinreichend lange Strecke. Im Hinterhof schlecht, auf dem Weg zur Arbeit perfekt. Einfach mit zwei, drei Pedalentritten starten und dann ganz achtsam weiter trampeln. Immer nur so stark, dass ein konstanter Widerstand zu spüren ist und dabei die Geschwindigkeit halten.

Das ist gar nicht so leicht. Besonders wenn es ein wenig bergab geht, wird der sanfte Widerstand zu einer echten Herausforderung. Aber es hat etwas wirklich Meditatives. Bestens geeignet für den Weg zurück vom Qi-Gong-Training. Oder nach der Arbeit. Hilft vielleicht, die Hektik des Feierabendverkehrs hinter sich zu lassen. Probiere ich gleich morgen aus.