Freies Training unter der Autobahnbrücke

Ich bin erkältet. Nein, ich habe eine richtige Grippe. In den letzten Zügen. Der fünfte Tag ohne Training. Diese Entzugserscheinungen waren nicht auszuhalten und es geht ja auch schon deutlich besser. Also bin ich heute raus und wollte am Rhein trainieren.

Problem Nummer eins: es regnet. Permanent. Und wirklich warm ist es auch nicht. Wärme ließ sich durch entsprechende Kleidung und Bewegung lösen. Gegen den Regen mussten größere Geschütze aufgefahren werden. Eine Rheinbrücke. Die Rodenkirchener Autobahnbrücke sollte es sein.

Problem Nummer zwei: kein Platz. Unter der Rodenkirchener Brücke geht nur ein schmaler Fußwegs linksrhenisch entlang. Stimmt. So war das schon immer, sollte heute nicht anders sein. Dafür weiß ich jetzt, dass man sehr wohl auch zu Fuß über die Brücke kann. Ganz idyllisch auf der anderen Seite. Wald, Campingplatz, Strand, Angler, Autobahnbrücke. Darunter ist es lauter als daneben.

Alles ignoriert und aufgewärmt und mit leichtem Qi Gong begonnen. Direkt die Erkältung gemerkt. Tat trotzdem gut. Also was jetzt? Form laufen und wieder aufhören weil zu erschöpft? Frustrierend. Damit es sich lohnt trotzdem eine Stunde unterwegs gewesen zu sein kam mir ein Geistesblitz. Mit dem Handy mich aufnehmen. Toller Plan weil lieber in Ruhe auf die Fehler gucken als beim Training in der Halle ständig in den Spiegel zu linsen.

Aus einmal Form wurden dann dreimal. Danach gab es nochmal Qi Gong im Schnelldurchlauf. Für die Kamera, für das Archiv. Dann die Fünf Tiere. Muss man sich ja auch mal angucken. 64er flink auch noch. Dann erschöpft wieder zurück. Die Videos laden gerade hoch und was ich gesehen habe fallen mir folgende Punkte auf:

  • Den Kopf nach oben! Es sieht schrecklich aus, wie ich da einen Buckel mache. Auch wackelt er manchmal und ist alles andere als eine Einheit mit dem Körper oder sowas.
  • Rund im ganzen Arm! Dazu gehört, die Finger und Hände nicht irgendwie komisch zu halten und zu wabern, sondern in einer Linie mit dem Unterarm verlaufen lassen. Stichwort Yin-Yang-Hände. Finger ruhig etwas mehr zusammen halten. Rund beginnt in den Schultern.
  • Endpositionen deutlicher, Tempo raus! Nicht immer aber so manches mal „husche“ ich noch durch die Bilder oder ändere das Tempo in den Bildern. Deutlicher auch die ganzen Arme und Bewegungen